d/m/w... m/w/d w/m/d

What!?

Sieht man doch gerade auf allen Stellenanzeigen, weiblich, männlich, divers.

Sind wir nicht alle divers?

Also würde doch "d" ausreichen statt "w/m/d". Ist doch Panne und bringt die Gleichberechtigung keinen Schritt weiter.
Schreiner (w/m/d)
Hebamme (w/m/d)

Ja, ich kann mich noch erinnern, dass im Zuge der Gleichberechtigung schon w/m oder m/w und /-in an die Stellenbezeichnung angefügt werden "musste". Wohlgemerkt - soviel ich weiß - muss rechtlich weder w, noch m oder d in der Anzeige aufgezählt werden.

Die Fähigkeit, einen Beruf auszuüben, ist doch nicht geschlechtsabhängig. Gut, außer bei leiblicher Mutter. Und dafür gibts ja eher weniger Stellenangebote. Auch wenns faktisch ein harter Beruf ist, eigentlich echte Männersache - LOL - heißt dann aber Vater und ist nur bedingt leiblich. - Also gut ich schweife ab.

Divers heißt doch eh nichts anderes als verschieden, mehrerlei, mehrere etc.

Wenn wir heute so etwas wie w/m noch benötigen und dann noch ein "d" ergänzen müssen, puh, dann ist das doch für unser gleichberechtigtes Verständnis und Verhältnis, wie schon oben erwähnt, Panne. Klar gibts noch viel zu tun, nur die drei Buchstaben auf einer Stellenanzeige verändern weder das Geschlechteranteilsverhältnis in Unternehmen noch irgend ein anderes "Genderproblem". Und ich frage mich, ganz den Schalk im Nacken, wie hoch muss denn der d-Anteil in den Vorständen der Dax-Unternehmen zukünftig sein.

Ach ja, man muss doch mal wieder auf den Anlass vor Jahren zurückblicken. D klagte, weil im Geburtenregister bis dato nur m oder w anzukreuzen war und kein Kästchen für "ich weiß nicht"/"d"/"o.ä." oder so. Und Dank GG - Grundgesetz - Art.1 und Art.3 und richterlicher Interpretation der Klage darf ja niemand diskriminiert werden. Was absolut und unumstößlich richtig ist. Also folgt Kopfzerbrechen ob auf dem Geburtenregister nichts oder eben eine weitere Option bei der Angabe des Geschlechts erscheinen soll. Deshalb: drittes Kästchen im Geburtenregister. Im Grunde eine nachvollziehbare Entscheidung des Gesetzgebers, der eben eine Angabe wollte. (Wie nützlich die auch immer ist. (siehe auch Nachtrag unten)) Jedenfalls führt diese Ergänzung eben vom "Volk", also uns, interpretiert auch zu "Blüten", wie bei Stellenanzeigen. Und bei Mailings? Hier wirds ja nicht besser mit der Anrede des Empfängers. Aber ich schweif schon wieder ab.

And yes, thanks to Monty Python und "Das Leben des Brian" - schon damals wurde Chapernack mit der Pseudo-Gleichberechtigung und ihren Stilblüten getrieben. Puh, ich wollt nur die ersten 3, 4 Sätze schreiben, aber dann ist mir spontan noch Diverses dazu eingefallen.

Diverse Grüße,
Henrike vK-Neyvern


Nachtrag: Danke für die Anregung, Chris und Kim. Ja es gibt diverse diverse Vornahmen, vulgo Unisex-Vornamen.