Vicinity Design

Kunde:

MATRIX VISION

Aufgabe:

Der Auftraggeber Matrix Vision, im schwäbischen Oppenweiler angesiedelt, ist einer der führenden Hersteller von High-Tech Produkten im Bereich der industriellen Bildverarbeitung. Entwickelt werden hochwertige, digitale und intelligente Kameras und Komponenten für unterschiedlichste Branchen. Die Produkte und Entwicklungen finden ihren Einsatz im Bereich Automotive, Maschinenbau bis hin zur Medizintechnik.
Die von Matrix Vision gestellte Aufgabe gründet in der Eröffnung von
Werk 2 des Unternehmens. Der Zweckbau weist um den Raumkernblock der beiden Geschosse lange Gangfluchten auf. Hier galt es, diese "Tunnelstruktur" aufzubrechen und positiv erlebbar zu gestalten.

Lösung:

Für die Agentur, die von Unternehmen zur Umgebungsgestaltung beauftragt werden, ist eine enge Beziehung zum Auftraggeber herzustellen. Grundgedanken in diesem Zusammenhang: Kunst im erweiterten Sinn soll nicht allein zweckfrei im "unternehmerischen Raum" stattfinden. "Kunst am Bau" wird durch "Vicinity Design" ersetzt.

Vicinity Design

Vicinity Design ist Umgebungsgestaltung.
Kunst am Bau ist meist so abstrakt, dass die einzige Verbindung zwischen Unternehmen, Architektur und Kunstwerk die Befestigung oder der Haftputz zu sein scheinen.
Auch die Begrifflichkeit "Kunst am Bau" erschien uns schon immer störend.
Zum einen der "getragene Anspruch" dieser Begrifflichkeit, zum anderen das dadurch anscheinend notwendig werdende Erklärungsbedürfnis zu den exponierten "Arbeiten".

Das Thema zu dem von uns eher ungeliebten Begriff "Kunst am Bau" hat die Agentur schon seit der Gründung im Jahr 1991 beschäftigt. Für die Gestalter in der Agentur war klar, es musste eine neue Form mit gestalterisch-konzeptionellen Konsequenzen geben. Daraus resultierend musste in der logischen theoretischen Fortführung eine neue Terminologie entwickelt werden.

 

Mit dem Projektbeginn der Matrix Vision Innenraum-Ausgestaltung wurden diese Grundgedanken erneut fokussiert und als Eckpunkte fixiert.
Kunst am Bau wird so zur Umgebungsgestaltung. Sie nimmt direkten Bezug auf und aus dem unmittelbaren Umfeld. Für die Agentur, die von Unternehmen zur Umgebungsgestaltung beauftragt werden, ist per se immer eine enge Beziehung zum Auftraggeber herzustellen. Deshalb fast Thomas Krug, als kreativer Leiter der Agentur, den Grundgedanken wie folgt zusammen: "In diesem Zusammenhang soll Kunst im erweiterten Sinn nicht allein zweckfrei im "unternehmerischen Raum" stattfinden. Der Begriff "Kunst am Bau" kann durch den besseren Begriff "Vicinity Design" ersetzt werden."

Für den Agenturleiter Thomas Krug ließen sich seine geforderten drei Kerngedanken im von ihm geprägten Begriff "Vicinity Design" - Umgebungsgestaltung - Nähengestaltung -  am besten verdichten. In der von ihm entwickelten Strukturphilosophie bildet sich der Kern aus den drei folgenden Bestandteilen. Die Arbeiten/Exponate müssen für die Mitarbeiter eine logische Konsequenz ihrer Tätigkeit darstellen und als solche aus sich heraus verstanden werden. Für externe Dritte können und sollen sie einen zum Unternehmen hinführenden Charakter aufweisen. Die Arbeiten müssen eine direkte und unmittelbare Nähe zum Unternehmen in seiner Gesamtheit darstellen.
Aus diesen Forderungen heraus wird klar warum der Terminus "Kunst" herausgenommen wurde. "Wir möchten weder die Zweckfreiheit von Kunst noch die Anwendungsorientierung von Gebrauchsgestaltung bedienen, sondern ein aus diesen beiden Keimzellen neue gewachsene Form entwickeln." so formuliert Krug die Agentur-Position.

In der Praxis mögen Objekte nicht mehr rein dekorative Zwecke oder gar eine Alibi-Funktion erfüllen, sondern eine direkte und verständliche Nähe schaffen.

Der Auftraggeber Matrix Vision, im schwäbischen Oppenweiler angesiedelt, ist einer der führenden Hersteller von High-Tech Produkten im Bereich der industriellen Bildverarbeitung. Entwickelt werden hochwertige, digitale und intelligente Kameras und Komponenten für unterschiedlichste Branchen. Die Produkte und Entwicklungen finden ihren Einsatz im Bereich Automotive, Maschinenbau bis hin zur Medizintechnik.
Die von Matrix Vision gestellte Aufgabe gründet in der Eröffnung von Werk 2 des Unternehmens. Der Zweckbau weist um den Raumkernblock der beiden Geschosse lange Gangfluchten auf. Hier galt es, diese "Tunnelstruktur" aufzubrechen und positiv erlebbar zu gestalten.

Die von der Traffic, Agentur für Werbung, Kommunikation und Design, entwickelte Matrix Vision Markenwelt lieferte teilweise eine ideale Grundlage. Aus ihr heraus kann, durch freie und spielerische Art im Umgang mit dem Konzept des Vicinity Designs, die Profession der Mitarbeiter, der technologische Anspruch und das Selbstverständnis des Unternehmens aufgezeigt und dokumentiert werden. Die Exponate sind mehr "Memos" als didaktische Dokumente. Dennoch wurde bei der Dramaturgie ein "Wegrichtung" gegeben.
Besucher erhalten so durch die Bildelemente auf erfahrbare und elegante Weise einen Know-how Transfer zum Wirken des Unternehmens.
Das sich der Mut und das Engagement von Gerhard Thullner - einer der Geschäftsführer von Matrix Vision und Initiator des Projekts - gelohnt hat, wurde bereits am Eröffnungstag klar. Selbst fachfremden Besuchern konnten sowohl Technik als auch unternehmerische Philosophie nahegebracht werden.

Vicinity Design bietet durch seine Kerneigenschaften dynamische Eigenschaften. Durch die Nähe zum Unternehmen und dessen Weiterentwicklung kann es "fortgeschrieben" werden. Module können neu entwickelt und mit ihnen Entwicklung als Lifemarks dokumentiert werden. Dadurch erfahren Interieur, Objekte und Elemente ggf. ein Update und können geplant oder rein musisch ausgeweitet werden.
Das hohe Maß an Korrelation, das Vicinity Design zwischen innerer Individualität der Unternehmen und ihrer Aussenwirkung schafft, bildet einen starken, bleibenden Erinnerungswert beim Betrachter. Vicinity Design erschafft und kommuniziert eine positive Atmosphäre.

Hennrike von Kaltenberg-Neyvern
Juni 2014